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Archive for 15. Februar 2008

Wo ein großer Schatz liegt,

liegt auch meistens ein großer Drache.

(Persische Weisheit)

Als ich diesen Spruch das erste Mal las, sah ich spontan das Bild eines Menschen vor mir, der auf einer Hafenmauer sitzt, und sehnsüchtig den auslaufenden Schiffen hinterher schaut. Abend für Abend sitzt er dort … und während anfangs die Angst dominiert, den „festen Boden“ zu verlassen und sich den Urgewalten des Meeres anzuvertrauen, wächst nun von Tag zu Tag die Sehnsucht. Immer öfter spielt er mit dem Gedanken, wie es wäre wenn … immer wieder spielt er gedanklich die möglichen Gefahren durch … immer größer wird der innere Kampf … und immer intensiver das frustrierende Gefühl, dass es kein „richtig“ gibt, dass es keine Mehrheit an pro oder kontra gibt … dass der Konflikt mit Logik nicht zu lösen ist. Wonach sich dann richten? Wonach entscheiden?

Ich weiß nun inzwischen, dass es den „Moment X“ gibt … der kommt wohl unweigerlich 😉 Da ist ein Punkt erreicht, wo eine Instanz in einem siegt, die es leid ist … die ständigen internen Diskussionen, die zu keinem Ergebnis führen, die ständig wachsende Sehnsucht, das brennende Verlangen nach Erfüllung der Sehnsucht … und dann geht’s ganz schnell, meist so schnell, dass der Verstand nur noch verblüfft hinterherschauen kann und … nach den ersten Schrecksekunden anfängt, sich zu freuen 🙂

Und immer wieder das gleiche Muster: da war so eine große Angst, etwas bestimmtes zu offenbaren … oder zu tun … und so wie es gesagt oder getan war, stelle ich fest, dass ich GENAU DANACH eine sehr große – unbewusste – Sehnsucht hatte.

Eine mich sehr verblüffende Erkenntnis … aber auch eine sehr Befreiende!

 

ulli-februar-2008.jpg
Ulli im Februar 2008, schon VIEL befreiter 🙂
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