DAS wäre eine hilfreiche Erfindung: ein Navigationsgerät für den Lebensweg!
Wobei ich die Aufgabe nicht darin sehen würde, uns jede Abzweigung anzugeben (DAS kriegen wir schon selber hin
), sondern uns immer wieder zu fragen: was ist das Ziel?

Quelle: pixelio.de
Besonders hilfreich wäre so ein Gerät in Zeiten, wo wir uns in Übergangsphasen befinden – Berend hat das so treffend die Zeit “zwischen zwei Stühlen” genannt. Man hat sich auf den Weg gemacht, ist seiner Sehnsucht nach “mehr” gefolgt … hat dafür Gewohntes verlassen, was einem zwar nicht mehr gefallen hat, dafür aber “emotionale Sicherheit” bot. Und nach der ersten Euphorie, die die ersten Schritte des Weges begleitet hat, erwischen einen nun höchst unangenehme Gefühle: Unsicherheit … Zweifel … Angst. Das, was einem Halt gegeben hat, ist nicht mehr da – und das Neue ist noch nicht in Sicht. Ohne Halt zu sein … das scheint ein sehr tiefes Gefühl anzusprechen, das uns nicht eher ruhen lässt, bis wir diesen Zustand beendet haben. Und so stehen wir vor der Wahl: umkehren? Oder zügig vorangehen?
So wie man sein Ziel, seine Vision, wieder klar vor Augen hat – geht’s wie von alleine vorwärts. Sobald man sein Ziel aus den Augen verliert, kommt man in’s Stocken … dann holen einen wieder die unangenehmen Gefühle ein, und der Kreislauf beginnt von vorne. Ich erlebe das zur Zeit selber sehr intensiv … und ich erkenne, dass ich das ohne Unterstützung und Hilfe gar nicht schaffen würde, denn umzukehren wäre so einfach und ist so verlockend.
Ich weiß aber auch, dass es nur ein kurzfristiges “Aufschieben” wäre … wer sich EINMAL auf den Weg gemacht hat und die Euphorie dabei verspürt hat, der wird es immer wieder versuchen – bis er das Ziel erreicht hat!
Den Mut zu haben,
aus dem Nest zu springen,
und erst nachher zu merken,
dass du fliegen kannst.
Auch dieses Zitat von der Bärbel-Mohr-Seite beschreibt das Gefühl sehr passend – hier gibt es auch eine interessante Antwort auf die Frage “Kann ich meinen Expartner zurückbestellen?”
Und wie immer finde ich durch das Schreiben Antworten auf offene Fragen – vorhin war mir noch nicht klar, was mir der “geschenkte Spruch”
Niemals wird Dir ein Wunsch gegeben,
ohne die Möglichkeit, diesen zu verwirklichen!
sagen soll. Jetzt fühle ich es – danke, Heidi!



Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, Heidi – das ist der Kern der Sache, und deshalb nenne ich meinen Blog KOMPASS : ein ‘Navigationsgerät für den Lebensweg’.
Was ich da erzähle ist nur MEIN Kompass … jeder hat sein eigenes Gerät, aber alle haben eines gemeinsam : sie sind auf TRUE NORTH geeicht.
Auf diesem Planeten mag der magnetische Pol für alle an derselben Stelle liegen, für jeden Menschen liegt TRUE NORTH jedoch woanders.
Ist das nicht herrlich vielseitig? Und was sagt uns das über unsere Reise auf der Erde?
Ja, liebe Zauberliebe, was ist das Ziel? Für mich die schwerste Frage meines Lebens. Ja, ich weiss, was ich will und was nicht, aber das Ziel? Ich weiss nicht, warum ich damit so Schwierigkeiten habe, geht Euch anderen das auch so?
Wenn ich ein Ziel vor Augen hab, finde ich es eher leicht, dieses auch zu erreichen, denn dann hab ich genug Motivation, Schwung, Ideen und Hilfe, um es zu schaffen.
Dir wünsche ich von Herzen, dass du Dein Ziel klar vor Augen behälst, den Weg dahin wirst Du finden, da bin ich sicher.
Liebe Grüsse Andrea
Jetzt, wo ich eure Kommentare lese, glaube ich, daß wenn man den Wunsch zu oder nach einem Ziel verspürt, dieser schon in einem ist. Das bewegt mich vorwärts, mal treibend, mal in mir ruhend, mal unzufrieden, mal genießend. Jetzt, dies auch schreibend, fühle ich mich nirgends wohler, als auf diesem Weg zu meinem Ziel.
Als ich meine kleine Firma damals mit meiner Frau Kollegen aufgemacht habe, habe ich gegen alle Vernunftsappelle der allgegenwärtigen “Nesthocker” den Mut gehabt, aus dem Nest zu springen, ohne zu wissen ob ich fliegen kann!
Ich wollte einfach fliegen, das war mein Ziel. Und ich konnte fliegen ohne dass ich genau wusste, wohin der Flug führen wird.
Nun sind die Flügel schon etwas schwerer geworden und ich schaue öfter ruhelos über, unten und neben mich und frage mich, ob ich über laute Freude darüber, ein Ziel erreicht zu haben, vergessen habe, nach neuen Zielen zu streben.
Aber jetzt wird mir klar, dass ich mit meinen Fragen schon auf dem Weg zu neuen Zielen bin…
Wenn man erst einmal aus dem Nest gesprungen ist, gibt es keinen Weg zurück. Nur stehenbleiben darf man nicht. Es gibt auf dem Weg viele kleine Ziele, zusammen sind sie wahrscheinlich das große Ziel in unserem Leben.
Der Weg ist das Ziel..da liegt viel Wahrheit drin..
Liebe Grüße an alle Zielstrebenden
Rüdiger
)
P.S.: Kann mir jemand von Euch mal erklären, wie man hier ein avatar hochladen und smilies einfügen kann?
Ich glaub, ich muss mal mein Vorurteil Doktoren gegenüber revidieren … wobei … vielleicht liegt’s auch an der schweren Influenza grad, dass da so weise Zeilen von Dir kommen?
Ansonsten: Hut ab, da haben wir ja ein – vogelkundliches
– Vorbild zum Thema “aus dem Nest hüpfen und losfliegen” gefunden … hätt ich ja gar nicht vermutet
Lg Ulli