Zwei Samen lagen Seite an Seite in der fruchtbaren Frühlingserde.
Der erste Samen sagte: „Ich will wachsen! Ich will meine Wurzeln tief in die Erde unter mir aussenden und meine Sprossen durch die Erdkruste über mir stoßen…Ich will meine zarten Knospen entfalten wie Banner, um die Ankunft des Frühlings zu verkünden… Ich will die Wärme der Sonne auf meinem Gesicht und den Segen des Morgentaus auf meinen Blütenblättern spüren!”
Und so wuchs er.
Der zweite Samen sagte: „Ich habe Angst. Wenn ich meine Wurzeln in den Boden unter mir aussende, weiß ich nicht, was mir im Dunkeln begegnet. Wenn ich mir meinen Weg durch die harte Erde über mir bahne, könnten ich meine empfindlichen Sprossen verletzen… Was ist, wenn meine Knospen sich öffnen lassen und eine Schnecke, versucht sie zu fressen? Und wenn ich meine Blüten öffne, könnte ein kleines Kind mich aus dem Boden reißen. Nein, es ist viel besser für mich, zu warten, bis es sicher ist.”
Und so wartete er.
Eine Hofhenne, die im Boden des ersten Frühlings nach Futter umherscharrte, fand den wartenden Samen und fraß ihn prompt.
Moral von der Geschichte: Jene von uns, die sich weigern, etwas zu riskieren und zu wachsen, werden vom Leben verschlungen.
Quelle: Patty Hansen gefunden in Hühnersuppchen für die Seele von Jack Canfield
Herzliche Grüße
Heidi Wellmann



Hallo Heidi,
auch eins meiner Lieblingsbücher – wobei ich DIESE Geschichte noch nicht kannte
Dass es aber auch immer so schaurig enden muss … *g*
Lieben Gruß, Ulli
Das ist mit Sicherheit ein guter Muntermacher zum Aufbruch. Hat man ihn dann gemacht, sollte man schon schauen was man kann und was nicht. Und Wachstum ist für mich, auch sich, und gerade, mit den Dingen auseinanderzusetzen, die man nicht kann.